Bericht zum 2. Bad Blankenburger Open:
Pünktlich um 16.00 Uhr wurde durch den Organisator Roland Töpfer das 2. Bad Blankenburger Open mit insgesamt 32 Teilnehmern eröffnet. Im Anschluss wurde der älteste Teilnehmer Gerhard Vogel aus Markkleeberg mit 98 Jahren geehrt. Hervorragende Spielbedingungen und eine fantastische Sportanlage ist natürlich ein großartiges Aushängeschild für den Thüringer Sport. Eine derartige Sportanlage, so einige Aussagen der Teilnehmer, ist wohl in Deutschland einmalig. Als fragwürdig wurde die Entscheidung des Thr. Präsidium bzgl. Eingliederung des Turniers als offene Thr. Seniorenmeisterschaft bewertet, denn man hätte gleichzeitig zusätzliche Kosten gespart, lediglich 3 Pokale für die Plätze 1-3 wären angefallen. Nun aber zur 1. Runde einige Ausführungen. Bereits in der 1. Runde gab es einige faustdicke Überraschungen und man wird gespannt sein wie diese im weiteren Verlauf von den betroffenen Spielern verdaut werden. Am Brett 1 und 2 setzten sich beide Spitzenspieler souverän durch. Bereits am Brett 3 musste Dieter Liebisch sich mit einem Remis zufrieden geben und am 7. Brett verlor Werner Kunath kurz nach einem Remisangebot von seinem Gegner Prof. Günter Dennler. Im Nachbarzimmer an den hinteren Brettern war wohl eine große Überraschung das erzielte Remis durch Harald Bergmann gegen den Mitfavoriten Andree Baumert. Auch das Ergebnis zwischen Rudolf Reichert und Johann List war eine kleine Überraschung und man darf gespannt sein was die 2. Runde bringen wird?In der 2. Runde konnte Werner Weiß seine Partie mit Remis beenden und setzte sich somit etwas von der Spitze ab. Prof. Günter Dennler konnte seinen 2. Punkt gegen Otto Kröner aus Zwickau erzielen.H.Dieter Bergmann bezwingt in einem dramatischen Endspiel Manfred Schober aus Jena. Der vereinslose Harald Bergmann knöpft Siegfried Morgner ein Remis ab.Ab 15.00 Uhr wurde das Blitzturnier mit 10 Teilnehmern durchgeführt. Hier siegte souverän Christoph Natsidis von Leipzig-Gohlis vor Werner Weiß. Am 3. Tag stand nun eine Doppelrunde auf dem Programm und es es wurde wieder einmal an einigen Brettern sehr spannend, Werner Weiß besiegte Prof. Günter Dennler und Lothar Schmidt verlor etwas unglücklich gegen den Favoriten Christoph Natsidis. Die dramatischste Partie lieferten sich Manfred Schober - Roland Töpfer, einige Kiebitze waren sich einig das das Endspiel für R.Töpfer hoffnungslos verloren ist und man war danach erstaunt das kurz darauf man sich auf Remis einigte. Siehe Diagramm:
schwarz am Zug!
Die 4. Runde brachte nun eine Vorentscheidung denn beide Spitzenspieler trafen aufeinander. W.Weiß hatte durch einen Fingerfehler seine Stellung verschlechtert und sein Gegenüber nutzte nun die Schwächen in der schwarzen Stellung konsequent aus. L. Schmidt spielte nur Remis gegen A.Baumert und B.Dorawa siegte gegen G.Holz a.d.Heide. In Runde 5 knöpfte Dieter Liebisch dem Spitzenreiter ein Remis ab und somit kam wieder etwas Spannung auf. Ab 15.00 Uhr war nun Preisskat angesagt und es wurde an 3 Tischen gespielt. Der Vorjahressieger O.Roggenbach hatte in diesem Jahr kein Glück und hinzu kam noch eine Unstimmigkeit am Tisch die zum Abbruch der Runde führte. Der glückliche Sieger mit 2472 Punkten und 25 Siege hieß diesmal Herbert Koch gefolgt von Harald Bergmann und Gerhard Holz a.d. Heide. Nun ging es in die vorletzte Runde und die Plätze wurden noch sehr stark umkämpft, denn es war noch nicht sicher wer bester Thüringer Senior wird. Die Partie zwischen D.Liebisch und W.Weiß endete mit 0:1 und das Duell zwische H.Koch und L.Schmidt endete Remis, B.Dorawa kämpfte sehr stark gegen den Spitzenreiter, leider unterschätzte er das starke Läuferpaar seines Gegners und somit konnte Bernhard kein Remis erzielen. Ab 15.00 Uhr stand nun das Schnellschachturnier auf dem Programm und 12 Schachfreunde nahmen den Kampf auf. Natürlich war wieder ein Sieg von Christoph Natsidis zu erwarten aber diesmal gelang es nicht und er musste seinem Freund Renè Zimmermann den Pokal überlassen. Bester Thüringer war diesmal Lothar Schmidt punktgleich mit Roland Töpfer. Werner Weiß konnte diesmal nicht überzeugen und landete auf dem 7.Platz. Da der Sieger bereits feststand wurde noch einmal am letzten Tag um eine gute Platzierung gekämpft.Prof. G.Dennler verlor überraschend gegen M.Schober und L.Schmidt sowie B.Dorawa konnten einen Sieg einfahren. Eine starke Leistung zeigte auch H.D.Bergmann, etwas enttäuschend sicherlich die Gesamtleistung von G.Gebuhr aus Weimar. Insgesamt konnte resümiert werden das das Bad Blankenburger Turnier eine Bereicherung im Thüringer Seniorenschach ist und die Fortsetzung dieser Veranstaltung sehr wünschenswert ist. Die 3. Auflage wird deshalb für Mitte Mai im kommenden Jahr wieder stattfinden.
R.Töpfer/Org.Leiter