Auf ein Wort ...
Der Biewer Yorkshire Terrier a lá Pom Pon wird
in Deutschland immer beliebter. Das haben sich einige unseriöse Hundevermehrer
zu Nutze gemacht und züchten auf Teufel - komm - raus. Dabei bleibt aber
meistens die Gesundheit und das Wohl des Hundes auf der Strecke.
Die
Welpen sind manchmal nicht das, für das sie ausgegeben werden. Sie werden zwar
auch als Biewer Yorkshire Terrier a lá Pom Pon (manchmal unverständlicher Weise
auch mit Papieren) z.B. in Zeitschriften oder im Internet angeboten, haben aber
überhaupt nichts mit einem Biewer
Yorkshire gemein.
Diese
armen kleinen Würmchen sind dann meistens nicht sehr gepflegt (Verfärbung um
Augen und Mäulchen) und nicht gut sozialisiert. Diese Welpen haben dann
manchmal auch gesundheitliche Probleme, weil sie nicht richtig entwurmt oder
gar geimpft sind. Und sie sind dann auch noch total überteuert ...
... und das nur, weil
diese wunderbare Rasse immer beliebter wird.
Oder die neueste Masche der
„Geldmacher“ ist es, normale Yorkshire Terrier - Babys mit weißen Lätzchen,
Pfötchen und / oder Gesichtszeichnung als „Biewer Yorkshire“ auszugeben, nur um
den Biewer-Interessenten zu täuschen. Der Biewer unterliegt einem Standard.
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Ob es auch seriöse Züchter gibt?
Ja, natürlich gibt es sie. Du musst nur
einwenig „Feldforschung“ betreiben.
Ein seriöser Züchter wird sich Zeit für
Dich nehmen und auf alle Deine Fragen was seine Hunde betrifft ehrlich Antwort
geben. Ihm wird es nicht schwer fallen Nachweise zu erbringen über die
Zuchttauglichkeit und tierärztliche Untersuchungsergebnisse seines Zuchtpaares.
Ein
seriöser Züchter wird aber auch an Dich einige Fragen haben, denn er möchte
seinen Welpen in guten Händen wissen.
Es ist ein Irrtum, dass gute Züchter
ihre Hunde nur an „Junge Leute mit Eigenheim und gutem Einkommen“ verkaufen.
Ihnen ist es wichtiger, dass der Welpe in ein gutes hundefreundliches Zuhause
kommt und die gesamte Adoptiv-Familie den Wunsch nach einem Hund hat. Auch
sollten alle mit der Wahl des Welpen einverstanden sein.
Seriöse Züchter werden Dir auf keinen
Fall einen Welpen auf einer Raststätte oder einem Parkplatz übergeben. Die
Adoption / der Kauf eines Welpen sollte ohne Hast und Eile geschehen.
Ein
guter Züchter lässt seine Welpen mit einem lachenden und einem weinenden Auge
gehen. Er wird jedoch in Zukunft immer für die Welpenkäufer da sein.
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Du kannst Dir viel Ärger, Wut und
Trauer ersparen, wenn Du Dich nicht überstürzt oder aus Mitleid für einen Welpen
entscheidest. Lass’ Dich von einem Züchter nicht zu einem Sofort-Kauf oder
einer Anzahlung drängen. Ein guter Züchter wird Verständnis haben, wenn ein
Welpen-Interessent die Eindrücke des ersten Besuches sacken lassen will und ein
bis zwei Tage „Bedenkzeit“ braucht.
Hast
Du Dich für einen Züchter entschieden, schau Dich bei diesem Züchter gut um
und bestehe auf Vorabbesuche vor der Welpenübergabe. Bei diesen Besuchen
kannst Du sehen, wie sind die Hunde untergebracht, in welchem Pflegezustand befinden
sich die Welpen & die Mutter-Hündin und wie verläuft die erste Prägephase
der Welpen.
Achte auf alles um dich rum und schau
nicht nur auf den süßen Welpen, denn eines ist besonders wichtig :
... wie geht der
Züchter mit seinen Hunden um und wie interagieren sie mit ihm.
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Warum sind die Preise so hoch?
Eine Hobby - Hundezucht, vor
allem bei kleinen Rassen mit kleinen Würfen, ist sehr kostenintensiv.
So können z.B. die anfallenden Kosten der Vorsorgeuntersuchungen
von der Mutterhündin und die tierärztliche Betreuung der Welpen, aber auch die
Kosten, die für die Suche des optimalen Deckrüden und die Wurfabnahme anfallen,
nur durch die im Wurf gefallenen Welpen geteilt werden.
Welpen aus einer kleinen
Hobby-Zucht haben nun mal ihren Preis!
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Denke aber auch daran .....
Auch Hobby-Züchter müssen planen. Es
ist nicht möglich einen Welpen auf unbestimmte Zeit für einen
Interessenten zurück zuhalten, wenn dieser noch längere Bedenkzeit braucht.
(Es ist sehr unfair wenn sich dann auch noch
der Interessent nicht mehr beim Züchter meldet)
Viele Züchter verlangen eine Anzahlung,
wenn sich der Interessent für einen Welpen entschieden hat. D.h. durch die
Anzahlung ist der Welpen dann fest reserviert und steht für andere
Interessenten nicht mehr zum Verkauf.
Eine Anzahlung ist für den
Interessenten dann (aber auch nur dann) sinnvoll, wenn er sich speziell in
einen Welpen auf den ersten Blick verliebt hat und diesen Welpen unbedingt
haben möchte ... egal wie sich der Welpe in den ersten Wochen entwickelt.
(Wenn der Interessent
von der Kaufabsicht zurücktritt, wird die Anzahlung meist nicht zurück gezahlt)
Ich
selber lehne eine Anzahlung - vor der 8. Lebenswoche der Welpen - grundsätzlich
ab,
da die
Welpen sich gerade in dieser Zeit sehr stark verändern.
Und
auch dann kann erst etwas über den Charakter der Welpen ausgesagt werden.
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Rüde oder Hündin?
Hier
gibt es unterschiedliche Meinungen. Meine Erfahrungen sind ....
Rüden der Rasse Biewer Yorkshire und
Yorkshire Terrier sind sehr verschmust, Hündinnen dagegen unterliegen oftmals
den Hormonen und können dann sehr zickig sein.
Es ist ein Irrtum, dass nur die Rüden umtriebig werden, wenn eine
läufige Hündin in der Nähe ist. Auch die Hündin kann ausbüxen, wenn sie heiß
ist. Allerdings hat dieser „Ausflug“ bei ihr dann meistens Folgen.
Auch ist eine Kastration bei einem Rüden nicht so riskant wie bei
einer Hündin, denn der Rüde bekommt nur einen ca. 1 cm langen Schnitt am
Hodensack, Hündin jedoch einen ca. 4 cm langen Bauchschnitt.
Auch ist es ein Irrtum, dass
alle Rüden an einem Präputialkatarrh leiden und dadurch mehr Schmutz machen als
Hündinnen. Denn auch unter den Hündinnen gibt es welche, die sich während ihrer
„Tage“ sauberer halten als die anderen.
(meine Hunde bekommen alle zwei Tage den Bauch gewaschen)
Mein Tipp ....
Wenn
Du Dir der bedingungslosen Liebe und Treue Deines Hundes sicher sein willst,
dann
entscheide
Dich für den Welpen, der Deine Nähe immer wieder sucht.
Diese
Mensch - Hund - Partnerschaft, wo der Welpe sich den Mensch ausgesucht hat, ist
in
meinen Augen die für beide Seiten perfekte Lebensgemeinschaft !
Und dann
ist es eigentlich auch ganz egal, ob ein Rüde oder eine Hündin einzieht.
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Als „Zweit - Hund“ sollte man einem Rüden den Vorzug geben ...
Zieht eine Hündin als
„Zweit-Hund“ bei einer Hündin ein wird die „Erst-Hündin“ oftmals heraus
gefordert, die Rangordnung nicht akzeptiert.
Zieht eine Hündin als „Zweit-Hund“ bei einem Rüde ein gibt es
meisten keine Probleme, denn der Rüde wird sich dann meistens der Hündin
unterordnen.
Ein Rüde als „Zweit-Hund“ ordnet sich leichter und schneller dem
„Erst-Hund“ unter. Die Rangfolge wird meistens ein Leben lang akzeptiert.
Auch eine >> Rüden - Rüden -
Paarung << bringt keine größeren Probleme, wenn der ältere Rüde eine
normale Sozialisierung erfahren hat.
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Bei einer >> Rüden - Hündin - Paarung << sollte der Rüde auf jeden
Fall kastriert werden !
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Der „Wunsch-Biewer“ ...

Sicherlich hast Du Dich schon im
Vorfeld einwenig über die Rasse
„Biewer
Yorkshire Terrier a lá Pom Pon“
informiert
und eine gewisse Vorstellung wie Dein Biewer Yorkshire aussehen soll.

Du
solltest wissen ... wie jedes Lebewesen durchläuft auch der Biewer eine
Entwicklung. Es ist kaum möglich genaue Angaben darüber abzugeben, wie groß oder
wie schwer der Welpe ausgewachsen sein wird. Zu viele Komponenten können die
Entwicklung beeinflussen. Auch
verändert sich ein Biewer sehr in seinem Aussehen von der Geburt bis etwa zu
seinem 3. Lebensjahr (einige brauchen auch etwas länger). So kann z.B. ein
weißer Fleck auf dem Rücken ebenso verschwinden wie die Blesse im Gesicht ...
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Züchter-Suche ...
Es
gibt national und international kaum noch Hundevereine, die den Biewer
Yorkshire nicht anerkennen (außer VDH und angeschlossene Vereine). Sprich auf
Hund-Ausstellungen ruhig Leute an, die mit einem Biewer da sind. Denn auch von Nicht-Züchtern
kann man eine Menge erfahren.
Z.B.:
Bei welchem Züchter haben sie ihren Biewer gekauft, welche Erfahrungen haben
sie gemacht und würden sie ihren Züchter weiter empfehlen.
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In eigener
Sache ....
Ich bin nicht gegen Mischlinge, Spalt-Hunde oder
ähnliches ... Aber ich bin dagegen,
dass Hundeverkäufer ihre Tiere manchmal als etwas ausgeben, was sie nicht sind
und dann auch noch sehr viel Geld für diese Tiere verlangen ...
Ich selber war einmal ein „Hunde-Anfänger“. Ich habe
nur den niedlichen süssen Welpen gesehen und keine Fragen gestellt. Ich hatte
keine Ahnung vom Hundekauf und musste sehr viel Lehrgeld bezahlen.
